20.02.2021 18:06 Uhr Linth24.ch

Corona - Schäden wie nach einem Krieg

Karin Schnyder aus Goldingen hat zu Corona einen Text geschrieben, der der angstmachenden Corona-Hysterie die Stirn bietet – und zum Denken anregt.

Wenn solidarisch sein bedeutet, weit weg zu laufen wenn ein anderer Mensch krank ist, sich nicht um ihn kümmern zu wollen, ihn alleine zu lassen bis er wieder gesund ist, in Altersheimen ein Besuchsverbot auszusprechen, alte Menschen vereinsamen zu lassen, sie nicht mehr berühren zu wollen, nicht mehr anzulächeln bis sie sterben, mit rotweissem Band Kinderspielplätze und Seeufer abzusperren als wären es Tatorte eines Verbrechens, Kinder in Quarantäne zu stecken, Kindern eine Maske aufzuzwingen und sie ihrem für ihre Entwicklung wichtigen Spieltrieb zu berauben, ihnen zu verbieten die eigenen Grosseltern zu umarmen als wären sie der Tod auf zwei Beinen, ihnen das Znüniteilen auszureden weil es «halt eifach z`gföhrlich » ist, Singen, Turnen, Tanzen, Spielen und Freude haben zu verbieten, jungen Erwachsenen das Feiern und sich Näherkommen zu untersagen und sie wann immer möglich noch dafür zu büssen, ihnen die Chance auf eine Ausbildung, einen würdigen Abschluss zu verwehren und die Mehrheit der Bevölkerung dies stillschweigend hin nimmt und nach all dieser Zeit immer noch ignoriert, dass der Schaden, den diese Massnahmen auf der ganzen Welt anrichten, die Selben sind und sein werden wie jene nach einem Krieg, dann habe ich wohl unter solidarisch sein mein bisheriges Leben lang etwas ganz und gar anderes verstanden.


Den Menschen einzureden, sie wären eine Gefahr füreinander, sie wären vielleicht Träger einer tödlichen Seuche und das gefährliche an ihr sei, dass man sie nicht einmal bemerkt (!), ist wahrscheinlich der vernichtenste Gedanke, den man je in unsere Herzen gepflanzt hat.
Kränker kann ein Gedanke kaum sein.


Ich für meinen Teil habe mich entschieden, bei der Idee, dass jeder Mensch für den anderen eine Gefahr sein könnte, nicht mitzuhelfen. Denn ich glaube kaum, dass wir diese Spaltung je überwinden werden können.


Karin Schnyder, Kulturschaffende, Goldingen SG